Neuzugang Bünyamin Ringel traf öfter als Lewandowski

Unter der neuen Sportlichen Führung sorgt Alemannia Scharnhorst weiterhin für Aufsehen auf dem Transfermarkt. Nun wechselt ein Torgarant zum Kreisligisten, der innerhalb von nur drei Minuten zusagte.

Was Mike Kollenda, Trainer von Alemannia Scharnhorst, von seinem neuesten Fang auf dem Transfermarkt erwartet? „Tore schießen natürlich!“ Dass er das kann, stellte der 24-Jährige in den vergangenen Jahren zuhauf unter Beweis. Teilweise traf er öfter als Bundesliga-Rekordtorjäger Robert Lewandowski vom FC Bayern München. Beim BSV Schüren klopfte Bünyamin Ringel sogar 2019 an die Tür zur Westfalenliga. Beim Hecker-Cup in dem Jahr spielte er für die erste Mannschaft der Schürener mit. Sogar ein Westfalenliga-Spiel steht für den Stürmer zu Buche. Richtig durchsetzen konnte er sich dort aber dann letztendlich nicht, Schuld war eine Verletzung.

In die Westfalenliga-Mannschaft des BSV hatte es der 24-Jährige geschafft, da er in der Saison 2018/19 fast 50 Tore erzielen konnte für den BSV Schüren III. „So ganz genau weiß ich es nicht, es können 48 oder 49 sein“, sagt er. Mit dieser Torquote stellt er sogar Rekordtorjäger Robert Lewandowski in den Schatten, der bislang „nur“ 40 Tore in seiner Rekordsaison 2020/21 erzielen konnte. Dass Lewandowski Ringels Marke noch knackt, darf bei nur noch einem ausstehenden Bundesligaspiel diese Saison arg bezweifelt werden.

Warum sich der Stürmer für einen Wechsel zu Scharnhorst entschied? „Man kennt viele alte Gesichter, mit denen ich bereits zusammengespielt habe“, sagt er. Sein neuer Trainer Mike Kollenda habe ihn von Anfang an auf dem Zettel gehabt, so der Coach. „Er war schon einmal in Scharnhorst. Wir haben gezielt danach geguckt, wer hier bereits gespielt hat. Dann ist die Gesprächsgrundlage einfacher“, erzählt Kollenda. Bei Ringel sei es sogar so gewesen, dass er selber ein wenig Eigeninitiative erwies und von sich aus auf die Verantwortlichen zukam. „Innerhalb von drei Minuten hat er zugesagt“, sagt Kollenda. „Ich wohne nur wenige Minuten vom Platz entfernt“, so Ringel. „Da hat es einfach gepasst.“

Ambitionierte Ziele mit Alemannia Scharnhorst

Zuletzt kickte er trotz seiner Erfahrungen im Westfalenliga-Team des BSV wieder in der dritten Mannschaft des Vereins. „Nach dem Hecker-Cup damals habe ich mich am Knie verletzt und war erstmal raus“, erklärt er. Langsam angefangen habe er danach dann wieder bei seinem alten Team in der Kreisliga C. Nun erfolgt der Wechsel in die A-Kreisliga. Seine Ziele dort fasst Ringel wie folgt zusammen: „Mit dem neuen Trainer und dem neuen Trainerstab wollen wir versuchen, unter die Top Ten zu kommen, vielleicht Platz sechs oder sieben. Danach wollen wir gucken, ob wir dann oben angreifen können.“

 

Quelle: Ruhr Nachrichten am 18.05.2021, Autor Niklas Berkel

Bild von Marcel Voss / Knox Design

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